Häufige Fehler beim Düngen im Sommer, die Ihren Gemüse schaden können
Häufige Fehler beim Düngen im Sommer, die Ihrem Gemüse schaden können
Der Sommer ist da und das Leben scheint einfach zu sein – zumindest für einige. In meiner Umgebung schwitze ich, bin bis über beide Ohren mit Zucchini bombadiert und frage mich, wie es schon Mitte Juli sein kann. Es ist auch die perfekte Zeit, um eine gute Wachstumsphase durch Düngemittel-Fehler zu vermasseln oder eine bereits schlechte Saison zu verschlimmern. Doch mit ein wenig Wissen und Planung können wir sommerliche Düngemittel-Fauxpas vermeiden.
1. Überdüngung, wenn das Wachstum langsamer wird
Beginnen wir mit einem klassischen Fehler, den viele Gärtner im Hochsommer begehen. Ihre Pflanzen wachsen hervorragend, und plötzlich kommt das Wachstum zum Stillstand. Oft wird dann fälschlicherweise angenommen, dass die Pflanzen mehr Nährstoffe benötigen, während es meist die Hitze ist, die sie verlangsamt.
2. Düngen auf trockenem Boden
Düngen Sie niemals auf trockenem Boden. Dies ist eine der schnellsten Möglichkeiten, Ihre Pflanzen zu schädigen, insbesondere bei der Verwendung von synthetischen Düngemitteln. Achten Sie darauf, Ihre Pflanzen vorher gründlich zu wässern oder auf einen Regen zu warten, bevor Sie Dünger anwenden.
3. Weniger Stickstoff verwenden
Die Art des Düngers ist entscheidend. Im Mai benötigen Ihre Pflanzen stickstoffreiche Dünger, um das Blattwerk auszubilden. Im Hochsommer sollte der Fokus jedoch auf Phosphor und Kalium liegen. Achten Sie auf Düngemittel mit einem niedrigeren Stickstoffanteil.
4. Ungedünnter Flüssigdünger
Seien Sie vorsichtig mit unverdünntem Flüssigdünger. Überprüfen Sie die Anweisungen, um herauszufinden, ob eine Verdünnung erforderlich ist. Zu viel Dünger führt nicht zu mehr Ernte, sondern kann Wurzelschäden verursachen und die Pflanzen zusätzlich stressen.
5. Düngen zur Mittagszeit
Die Zeit des Düngens spielt eine große Rolle. Vermeiden Sie es, Ihre Pflanzen zur Mittagszeit zu düngen. Düngen Sie stattdessen am frühen Morgen oder am Abend, wenn es kühler ist, um Stress für Ihre Pflanzen zu vermeiden.
6. Düngen zur Behandlung von Pflanzenproblemen
Gelbe Blätter können auf Nährstoffmangel hindeuten, aber auch auf Hitzestress oder Schädlinge. Bevor Sie zum Dünger greifen, sollten Sie zuerst herausfinden, was mit Ihrer Pflanze nicht stimmt.
7. Düngen ist nicht dasselbe wie Boden verbessern
Zu viele Gärtner betrachten Dünger als Allheilmittel. Düngen allein kann keine Probleme im Boden beheben. Der Sommer ist eine gute Zeit, um Bodenprobleme anzugehen, etwa durch das Aufbringen von Kompost oder organischen Materialien.
8. Vergessen Sie Ihre Blumen (aber nicht alle)
Gemüse steht in der Sommergartenarbeit häufig im Vordergrund, aber auch Blumen benötigen Dünger, insbesondere solche in Töpfen. Einige Stauden kommen gut mit nährstoffarmem Boden zurecht, während andere einen kleinen Schub benötigen, um weiterhin zu blühen.
Schließlich sollte das Düngen Ihres Gartens wie eine Zusammenarbeit wirken, nicht wie ein Ratespiel. Ihre Pflanzen möchten gedeihen, und Sie können ihnen dabei helfen, indem Sie aufmerksam auf ihre Bedürfnisse eingehen. Dünger ist ein Werkzeug, kein Allheilmittel. Wenn er weise eingesetzt wird, kann er Ihren Sommergarten von gut zu großartig verwandeln.
