5 beliebte Garten-Trends, die ich nicht mehr in meinem Garten nutze
5 Beliebte Garten-Trends, die ich nicht mehr in meinem Garten nutze
Im Gartenbau, einem Thema so alt wie die Menschheit selbst, denkt man selten an „Trends“. Doch wie in vielen anderen Bereichen tauchen auch in der Garten-Community immer wieder neue Trends auf, die schnell kommen und gehen. In diesem Artikel teile ich fünf Trends, die ich ausprobiert, aber schließlich verworfen habe. Manchmal ist es gesund, im Garten loszulassen und neue Wege zu gehen.
1. Quadratische Gartenkultur
Viele Jahre lang habe ich die Methode der quadratischen Gartenkultur verwendet. Diese Technik maximiert kleinen Gartenflächen und half mir, alles gut zu organisieren.
Doch über die Jahre habe ich mich von dieser Methode entfernt, da sie mir zu „ordnungsgemäß“ erschien. Die Idee, jede Fläche gleichmäßig mit der gleichen Pflanze zu bepflanzen, führt oft dazu, dass ungenutzter Boden bleibt. Ich stellte fest, dass ich viel kreativer werden wollte und begann, Pflanzen dort zu setzen, wo noch Platz war. So entdeckte ich, dass ich durch etwas Chaos deutlich mehr Ertrag erzielen konnte.
2. Florida Weave
Zu Beginn war ich begeistert von der Methode des Florida Weave, um meine Tomatenpflanzen zu unterstützen. Diese Technik funktionierte ausgezeichnet und meine Pflanzen waren üppig und voller Früchte.
Warum ich damit aufgehört habe? Ich habe das String-Training entdeckt. Da ich hauptsächlich unbestimmte Tomatensorten anbaue, ist es für mich sinnvoller, sie nach oben wachsen zu lassen. Dadurch nutze ich weniger Platz, die Pflanzen haben eine bessere Luftzirkulation und lassen sich einfacher pflegen.
3. Zucchini vertikal anbauen
Vertikales Anbauen kann eine wahre Wunderwaffe für Gärten mit begrenztem Platz sein. Zucchini neigen jedoch dazu, sich auszubreiten und zu wachsen wie verrückt.
Ich habe es probiert, Zucchini vertikal anzubauen, aber es erforderte ständige Aufmerksamkeit und Training, um sicherzustellen, dass sie nicht umkippen. Letztendlich entschied ich mich, sie auf traditionelle Weise zu pflanzen, da ich die üppige Erscheinung der Pflanzen in meinem Garten viel mehr schätze. Für mich bedeutet Gärtnern nicht nur, Nahrung anzubauen, sondern auch einen schönen, einladenden Raum zu schaffen.
4. Neemöl
Neemöl ist ein beliebtes Mittel im Gartenbau, aber ich habe es letztendlich aus meiner Routine gestrichen. Die Idee, es zu verwenden, ist hervorragend: Es ist organisch, behandelt zahlreiche Gartenprobleme und ist weit verbreitet.
Leider erzielte ich in meinem Garten keine nennenswerten Erfolge damit. Stattdessen bevorzuge ich Produkte wie Kupferfungizid und Bacillus Thuringiensis, die bei mir tatsächlich wirken. Neemöl hat mir mehr Frust als Nutzen eingebracht.
5. Algen-Dünger
Diese Trend kam und ging in meinem Garten schneller, als ich „Dünger“ sagen konnte. Obwohl viele Produkte aus Algen auf dem Markt sind, bieten sie oft nur minimale Nährstoffe.
Die meisten dieser Produkte sind nur dafür gedacht, Spurenelemente hinzuzufügen, nicht die Hauptnährstoffe, die gesunde Pflanzen benötigen. Anstatt frustrierte Gärtner zu belohnen, die sie in der Hoffnung verwenden, ihre Pflanzen zu stärken, stellte ich fest, dass ich bereits die benötigten Mineralien im Boden hatte. Ich habe darüber geschrieben, wie man Algen-Dünger sinnvoll nutzen kann.
Fazit
Garten-Trends sind nicht per se schlecht. Ich bin immer offen für neue Ansätze, da man nie weiß, was das Gärtnern erleichtern oder den Ertrag steigern kann. Es ist jedoch wichtig, darauf zu achten, ob etwas wirklich funktioniert oder das Leben nur komplizierter macht. Wenn nicht, ist es vollkommen in Ordnung, diesen Trend in den Kompost zu werfen. Gärtnern ist schließlich schon genug Arbeit.
